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Cybermobbing! Was ist das?

KPB WAF PÖA
Cybermobbing! Was ist das?
Es ist mehr als nur ein blöder Spruch!
Die Täterinnen und Täter nutzen Internet- und Mobiltelefondienste zum wiederholten und regelmäßigem Bloßstellen und Schikanieren ihrer Opfer.
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Cybermobbing ist eine Form der Gewalt und unterscheidet sich wenig von klassischem Mobbing. Die Täterinnen und Täter nutzen Internet- und Mobiltelefondienste zum wiederholten und regelmäßigem Bloßstellen und Schikanieren ihrer Opfer.
Gerade junge Menschen sind oft davon betroffen, mit teilweise gravierenden Folgen für Täterinnen, Täter und Opfer.


Ist Cybermobbing strafbar?


(Cyber-) Mobbing ist in Deutschland kein eigener Straftatbestand. Einzelne Tathandlungen aber können strafbar sein.
So ist z. B. das unerlaubte Versenden von peinlichen Fotos oder Videos einer Person über Kanäle wie WhatsApp oder Instagram strafbar. Aber auch die Beleidung oder das Stalking (Nachstellen) fällt z. B. unter diesen Bereich.


Wo findet Cybermobbing statt?


Cybermobbing passiert überall dort, wo sich Personen online treffen können. Soziale Netzwerke wie Instagram oder Gruppenchats wie bei WhatsApp können Tatort sein.

Besonders innerhalb der Schule kann Cybermobbing Betroffene stark belasten. Nach Auskunft der schulpsychologischen Beratungsstelle im Kreis Warendorf kommt Mobbing an jeder Schule vor. Wichtig ist, dass hingeschaut wird und von den Lehrkräften eindeutige Signale kommen: „Das wird bei uns nicht geduldet!“ Ein Nichtreagieren oder Wegsehen wird von den Schülerinnen und Schülern oft als Zustimmung gewertet; dass es okay ist, mit anderen so umzugehen.

Unterschiede zu analogen Zeiten sieht die schulpsychologische Beratungsstelle allem hierdurch: Das Perfide an Cybermobbing ist, dass es nicht beim Verlassen des Schulgeländes aufhört, sondern die Betroffenen immer und überall verfolgt und alle ihre sozialen Kontakte betrifft. Es gibt im Grunde keine Mobbing Fälle mehr, die ohne die Komponente Cybermobbing ablaufen. Das fängt in der Grundschule an.

Im Netz herrscht größere Anonymität. Es lästert sich einfacher und schneller, wenn einem der Betroffenen nicht gegenüber steht. Die Hemmschwelle sinkt enorm. Dinge, die man niemandem ins Gesicht sagen würde, sind hier ganz leicht – gleichzeitig schaut gefühlt die ganze Welt zu.

Wer ist beteiligt?


Typische Opfer oder typische Täterinnen sowie Täter von Cybermobbing gibt es nicht. Jeder, auch Erwachsene, können betroffen sein.

Die Folgen von Cybermobbing können vielfältig sein. Neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Schlafmangel oder Stress kann es auch zu Veränderungen des Sozialverhaltens kommen. Betroffene sind meist bedrückt, ungewöhnlich schweigsam oder nervös und angespannt.

Was kann ich tun?


Wichtig zu wissen ist: Betroffene alleine können Mobbing in der Regel nicht beenden. Unterstützung von außen ist notwendig.

Holen Sie sich Hilfe! Erzählen Sie einer Vertrauensperson davon. Bei Schülerinnen und Schülern sollte auch die Schule informiert werden.


Bewahren Sie Beweismaterial auf. Speichern Sie Screenshots von verbreiteten Bildern und beleidigende Nachrichten.

Melden Sie Bilder und Videos, die ohne Erlaubnis der abgebildeten Person veröffentlicht wurden, dem Netzwerk-Betreiber und lassen Sie diese löschen. Auch sogenannte Fake-Profile (die andere im Namen des Betroffenen erstellt haben) können so aus dem Netzwerk entfernt werden.

Nutzen Sie die Meldefunktion Sozialer Netzwerke. Blockieren und sperren Sie beleidigende Personen.

Wenden Sie sich in schwerwiegenden Fällen sofort an die Polizei und erstatten Sie Anzeige.

Wenn Sie selbst betroffen sind, Hilfe benötigen oder generell mehr zum Thema erfahren möchten, dann informieren Sie sich hier:
 

www.schulberatung.kreis-warendorf.de
www.polizei-beratung.de
www.klicksafe.de
www.juuuport.de

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