Polizeinotruf in dringenden Fällen: 110

Menü

Inhalt

Geldübergabe an Telefonbetrüger verhindert - Seniorin erhielt "Schockanruf"

Off
Off
Geldübergabe an Telefonbetrüger verhindert - Seniorin erhielt "Schockanruf"
Gemeinsam mit der Tochter einer 78-Jährigen Frau aus Bad Godesberg verhinderte die Bonner Polizei am Donnerstag (18.11.2021) eine Geldübergabe an Telefonbetrüger.
PLZ
53173
Polizei Bonn
Polizei Bonn

Die Rentnerin war am Vormittag mit einem sogenannten Schockanruf konfrontiert worden. Der Anrufer hatte sich als Polizeibeamter ausgegeben und hatte der Seniorin wortgewandt und überzeugend mitgeteilt, dass ihre Tochter angeblich einen Verkehrsunfall verursacht hätte. Bei dem Unfall sei auch ein Mensch ums Leben gekommen. Um eine Haftstrafe für die Tochter abzuwenden, müsse eine Kaution gezahlt werden. Die 78-Jährige fuhr daraufhin zu ihrer Bank und hob mehrere Tausend Euro Bargeld ab. Die Betrüger erklärten in einem weiteren Telefonat, dass die Summe nicht ausreiche und wiesen die Frau an, Goldmünzen zu kaufen. Die Tochter des Opfers hatte zwischenzeitlich telefonischen Kontakt zu ihre Mutter und verständigte die Polizei. Im Rahmen einer Fahndung konnte die 78-Jährige schließlich in ihren Pkw in Plittersdorf von Polizeibeamten der Wache Bad Godesberg angetroffen werden. Eine Übergabe hatte glücklicherweise noch nicht stattgefunden.

Die Anrufe von Telefonbetrügern reißen unterdessen nicht ab. Die Bonner Polizei warnt eindringlich:

- Seien Sie misstrauisch bei allen Anrufen - gesundes Misstrauen ist nicht unhöflich!
- Machen Sie am Telefon keine Angaben zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen. Die richtige Polizei befragt Sie am Telefon nicht nach Bargeld oder Wertgegenständen, die Sie zu Hause oder auf einer Bank haben - auch nicht im Rahmen von dringenden Ermittlungen.
- Händigen Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an Unbekannte aus.
- Beenden Sie das Telefonat - legen Sie den Hörer einfach auf oder drücken Sie die entsprechende Taste am Telefon.
- Informieren Sie sofort die Polizei über 110, indem Sie nach dem Auflegen selbst den Notruf der Polizei wählen. Vertrauen Sie sich zudem Angehörigen oder Bekannten an.

In dringenden Fällen: Polizeinotruf 110